Wir leben ja offensichtlich in einer aufgeklärten Welt, die über magischen Ritualen und mystischen Geschichten steht. In einer
Vorlesung über Design in der TU damals, referierte ein Professor über die Bewusstseinsentwicklung folgendes: er stellte vier Stufen der Entwicklung fest. Die erste die magische. Das
Bewußtsein der Steinzeit oder auch von jetzt lebenden Naturmenschen im südamerikanischen Regenwald.
Die nächste Stufe, die mystische, lehnt die vorherige ab, verteufelt sie und es entstehen heilige Geschichten von Erleuchteten, so wie wir es kennen
aus der christlichen Geschichte, im Buddhismus und Hinduismus usw.
Die dritte Stufe beschreibt er als rationelle. Dieses Bewußtsein "verteufelt" auch die vorherige und natürlich auch die erste. Das kennen wir von unseren
materialistischen Zeitgenossen hier wie auch in Indien und sonst wo. Diese Gruppe von Menschen unserer Zeit denkt, die einzig richtige Wahrheit zu kennen und oktruiert diese in Rechtsformen,
monetären und finanziellen Zwängen und mit Hilfe der Presse und Fernsehen allen anderen auf.
Was meint er nun mit der vierten Stufe? Er bezeichnete sie als das integrale Bewußtsein. Ich war damals ziemlich baff, was ich da so in einer Technischen Universität
hörte, weil ich es bei den vielen Technokraten nicht erwartet hatte. Diese Stufe unterschied sich von der 2. und 3. schon darin, dass sie diese und auch die erste anerkennt. Sie
integriert sozusagen rational das Magische und Mystische. Jahre später fand ich diese Worte wieder direkt bei Sri Aurobindo´s Buch "Integraler Yoga", in dem er detailliert den Weg
beschreibt, der vor uns liegt oder auf dem wir uns befinden.